Kreisklasse 6 München

Der ASV Glonn hat am letzten Spieltag durch einen Auswärtssieg beim VfB Forstinning II die rote Laterne abgegeben. Am Samstag entscheidet sich in der Relegation gegen den Kirchheimer SC II endgültig, ob der Klassenerhalt gelingt.

FB KK Forstinning (rot) Niklas Schuh vs Glonn links Jakob Stefer und Luca Andreou – Foto: Sro

Buchstäblich in letzter Sekunde zog der ASV Glonn durch den 1:0-Auswärtserfolg am letzten Spieltag beim VfB Forstinning II den Kopf aus der Abstiegsschlinge. Vorerst. Nun wartet am kommenden Samstag mit der Relegationspartie zur Kreisklasse gegen den Kirchheimer SC II auf eigenem Feld die nicht nur nach Einschätzung von Trainer Alexander Niedermayer „wichtigste Saisonpartie“ auf die Glonner.

Bei einer Niederlage muss der ASV trotz erfolgreicher Aufholjagd in die A-Klasse; bei einem Sieg darf der kaum mehr für möglich gehaltene Klassenerhalt in der Kreisklasse 6 (München) gefeiert werden. „Vor sechs Wochen hat keiner mehr damit gerechnet, auch einige von uns selbst nicht“, bekennt Niedermayer recht offen.

Neben dem eigenen Sieg in Forstinning durfte im Parallelspiel der Abstiegskonkurrent TSV Hohenbrunn gegen den Meister TSV Poing keinesfalls gewinnen. Der ASV blieb trotz fehlenden Live-Tickers von Hohenbrunn durch eine Kontaktperson vor Ort stets informiert. Nach der zwischenzeitlich verkündeten Führung für Hohenbrunn erreichte die Anspannung bei Glonn das Endlevel. „Aber wir hatten vollstes Vertrauen in Poing“, hoffte Niedermayer auf Unterstützung des Landreisrivalen. Und diese kam in Form eines 2:1-Sieges.

Blieb also noch die Hausaufgabe auswärts in Forstinning. „In den ersten 20 Minuten agierten wir schlecht, die Anspannung war zu spüren.“ Niedermayer, nach dem 18. Spieltag als Nachfolger von Konstantinos Fotiadis auf der Trainerstelle in Glonn installiert, beobachtete ein zunächst schwaches Nervenkostüm bei seinen Akteuren. Nach der Trinkpause bei auch in Forstinning hochsommerlichen Temperaturen besserte sich das Gast-Spiel deutlich.

Mit dem 1:0 von Lorenz Kintzel kurz vor dem Seitenwechsel (45.) bewegte sich die Statik der Partie dann deutlich zum ASV hin. „Dem Tor ging ein Zusammenprall zwischen unserem Innen- und Außenverteidiger voraus. Wir haben das Spiel aber nicht abgeschenkt“, bewertete VfB-Akteur Jonas Eisenreich die eigene Vorstellung. Glonn ging dann mit einem guten Gefühl in die Pause und brachte den nötigen Sieg am Ende sicher über die Zeit.

Beim VfB Forstinning II stand die Partie, abseits des sportlichen Geschehens, ganz im Zeichen des Abschieds von Trainer Hubert Schunk. Nach gefühlt vier bis fünf komplett ausgebildeten Spielergenerationen beendet der Langzeitcoach seine Tätigkeit und wird den Klub fortan als Beobachter und Fan begleiten. Sein Co-Trainer und Betreuer Markus Kammermaier wird nun ebenfalls aufhören, die Abteilungsleitung befindet sich bereits in Gesprächen für die Nachfolger.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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