Hauptversammlung: ASV Glonn erörtert Hallenneubau und Umzug nach Adling
Glonn – Die Vereinsgaststätte „Zum Holzwurm“ war bestens gefüllt, als der ASV-Vorsitzende Jo Stefer die Mitglieder zur Jahreshauptversammlung begrüßte. Ein für den Verein und die Gemeinde gleichermaßen wichtiger Termin. Stand doch nicht nur die Neuwahl des Vorstandes auf dem Programm, sondern auch das Thema Hallenneubau und die damit verbundene Situation auf dem Ausweichgelände in Adling.

Ausgezeichnete ASV-Abteilungsleiter (v.l.): Uli Gartner (Tischtennis), Achim Jost (Tennis), Martina Heidecker (Tanzen), Jonas Betzendörfer (Dart), Jakob Stefer (Fußball), Klaus Rojt (Badminton) und Hans Straßmaier (Stockschützen) bekamen edle Schokolade von den Vorstandsmitgliedern Werner Endisch, Jo Stefer und Stefan Schwaiger überreicht. © Herfort
Dass der angestammte Fußballplatz im Herzen Glonns dem Neubau einer Turnhalle samt Kinderhort weichen soll, war allen Anwesenden bekannt. Auch der diesbezügliche Planungsstand des Vorhabens, das bis Ende 2029 abgeschlossen sein muss, um entsprechende Fördergelder zu bekommen.
Projekt Adling 2.0 wird diskutiert
„Das Blöde daran ist, dass es eine Überschneidung geben wird“, erläuterte Stefer. Betroffen davon die Fußballer. Denn die sollen nach Adling umziehen. Doch dort ist derzeit ein regulärer Spielbetrieb kaum möglich.
„Da muss dringend etwas unternommen werden“, betonte der ASV-Vorsitzende. Vom Kanalanschluss bis zur Wasserversorgung, vom Bau von Umkleidekabinen, Duschen, Parkplätzen sowie einem weiteren Rasenplatz müsse eine komplett neue Infrastruktur entstehen. Die stellte Stefer als Projekt Adling 2.0 vor und als „Heimat für die nächste Generation“.
Finanzierung sicher, Risiken bleiben
Die Gemeinde habe mit dem Kauf eines rund 20.000 Quadratmeter großen Geländes dafür erste Schritte unternommen. „Den Löwenanteil kann nur die Gemeinde tragen“, wies Jo Stefer auf die finanziellen Belastungen hin. Der ASV-Vorsitzende mahnte aber auch: „Wir brauchen für das Projekt nicht nur Zustimmung, sondern auch die Tradition der Eigenleistung, anpackende Hände.“
Bevor es zu einer Aussprache über die Adling-Pläne kam, sah die Tagesordnung administrative Punkte wie die Berichte der Amtsinhaber vor. Wesentlich dabei die Zahlen von Kassenwartin Anna Maier. Der Verein sei frei von Verbindlichkeiten, verfüge über eine rundum positive Finanzlage.
Bei der Diskussion über das Bauvorhaben wurde deutlich, dass die Notwendigkeit der Halle samt Kinderhort unbestritten ist. Selbst der Umzug nach Adling wurde kaum thematisiert. Es waren vielmehr die damit verbundenen Umstände. Denn dort liegt, wie Bürgermeister Josef Oswald bestätigte, noch kein Baurecht vor. „Ich bin aber überzeugt davon, dass wir das bekommen“, so das Gemeindeoberhaupt.
Auch eine Finanzierung sieht ASV-Vorsitzender Stefer als gesichert an: „Wir würden es nicht vorschlagen, wenn nicht Planung und Finanzierung gesichert wären.“ Wobei er nicht ausschließen konnte, dass „etwas dazwischenkommen könne“.
„Es gibt keine 100-prozentige Sicherheit“, betonte auch Oswald und verwies auf Hindernisse, die man nicht voraussehen könne: „Wenn dort eine Feldlerche auftaucht, ist das schlimmer als Hochwasser.“ Entsprechend unsicher sei es, wie lange die Überschneidung zwischen dem „Auszug“ der Fußballer und der Fertigstellung des neuen Geländes ausfalle. „Eineinhalb Jahre kann’s schon dauern.“
Stefer hatte durchaus Verständnis für die geäußerten Bedenken, dass ein sozialer Treffpunkt wegfalle, nicht jeder die Möglichkeiten habe, nach Adling fahren zu können. Für das bislang vom Gemeinderat einstimmig befürwortete Vorhaben sprach sich auch 2. Bürgermeister Peter Gröbmayr aus: „Beide Projekte gehören zusammen. Den Platz zu verlieren, tut uns allen leid. Aber wir sind jetzt finanziell in der Lage, darüber reden zu können.“
Mit einer engagierten Rede unterstrich Jo Stefer nochmals die Notwendigkeit, das Projekt Adling 2.0 in Angriff zu nehmen. Die Chance, dass die Gemeinde wohl rund sechs Millionen Euro in die Hand nehme, um den Plan umzusetzen, dürfe man sich nicht entgehen lassen. Dieser Meinung war auch WSV-Vorsitzender und langjähriges ASV-Mitglied Josef Axenböck: „Der Verein kann sich da oben (in Adling – d. Red.) entwickeln und ein moderner Verein werden. Die Zeit für den Bau ist günstig.“
Im Rahmen der Jahreshauptversammlung wurde beim ASV Glonn, wie berichtet, auch der Vorstand neu gewählt. Wobei dem bisherigen um Jo Stefer zumeist einstimmig das Vertrauen ausgesprochen wurde.
ASV-Vorstand
Es bleiben in der Verantwortung: Jo Stefer (1. Vorsitzender), Werner Endisch und Stefan Schwaiger (stellv. Vorsitzende), Anna Maier (Vorstand Finanzen), Fini Ametsbichler (Vorstand Verwaltung), Carina Riedhofer (Vorstand Jugendsprecherin), Julia Hartl (Vorstand Sport und Projekte), Franz Hintermaier und Rainer Bernd (Revisoren). WOLFGANG HERFORT
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